Weiterbildungsreihe

Global kompetent 

Weiterbildung zum*zur Nachhaltigkeits­beauftragten im Unternehmen 

Ab Herbst 2023 starten wir wieder eine längere Seminarreihe zum Thema „Nachhaltige Entwicklung von (sozialen) Organisationen und Unternehmen“: Die Weiterbildung zum*zur Nachhaltigkeitsbeauftragten „Global kompetent“. 

Es geht um die gesamte Palette nachhaltigen Handelns: Klima- und Ressourcen­bezogen, bezogen auf eine vielfältige Aufstellung der Mitarbeiter*innenschaft, bezogen auf Gesundheitsaspekte, bezogen auf inklusive Unternehmenskultur, bezogen auf ein alternatives, nicht nur gewinnorientiertes Wirtschaften und bezogen auf Konflikt- und Veränderungsfähigkeit. Eben alles, was einen (sozialer) Betrieb, einen sozialen Träger nachhaltig und dauerhaft beständig macht. Grundlage für all diese Themen sind die 17 Nachhaltigkeitsziele der UN (die SDGs). 

Diese Seminare richten sich an alle, die sich in ihrem Betrieb, bei ihrem Träger für Nachhaltigkeit einsetzen wollen, entweder als Leitungskraft oder/und als Nachhaltigkeitsbeauftragte*r. 

Die Seminare können einzeln gebucht werden. Für das Zertifikat „Nachhaltig­keitsbeauftragte*r ‘Global kompetent’“ ist die Teilnahme an mind. 7 von insgesamt 10 Seminaren Voraussetzung.
Die Teilnahme an der gesamten Reihe kostet 125,- €.
Die Teilnahmegebühr für Einzelseminare beträgt 15,- €. 

Eine Anmeldung für die gesamte Reihe bzw. für einzelne Seminare ist ab sofort unter „Eventbrite“ möglich. Dazu findet sich unter jedem Seminar der entsprechende Anmeldelink. Anmeldungen sind auch möglich mit einer kurzen formlosen Mail an anmeldung@ibas.berlin unter Angabe von Name, Träger/Betrieb (wenn aktuell vorhanden), Adresse, Telefonnummer und E-Mail-Adresse.
Reservierungen für die Weiterbildungsteilnahme, sowohl für die gesamte Reihe als auch für Einzeltermine, sind möglich. Eine Reservierung für Teilnahme an der gesamten Seminarreihe ist gültig bis zum 18. September 2023 und muss für die verbindliche Anmeldung bis zu diesem Tag bezahlt werden. Reservierungen für Einzeltermine müssen für eine verbindliche Anmeldung am Seminar spätestens vier Wochen vor dem entsprechenden Termin bezahlt werden.
Bei Rückfragen wenden Sie sich / wendet Euch gerne direkt an:
Misha Bock m.bock@aspe-berlin.de
oder
Thomas Fertig t.fertig@aspe-berlin.de

 

 

Donnerstag, 09. November 2023, 10 – 17 Uhr

01. Einführung in das Thema Nachhaltigkeit
und die UN-Nachhaltigkeitsziele – ein Fahrplan in Krisenzeiten? 

Das Thema Nachhaltigkeit ist in aller Munde und viele Menschen und Organisationen haben sich auf den Weg gemacht, mehr Nachhaltigkeit in ihre Arbeit zu integrieren. Meist wird dabei von ökologischer Nachhaltigkeit ausgegangen. Doch es geht um mehr als den ressourcenschonenden Umgang mit unserer Umwelt. Nachhaltigkeit kann und muss viel breiter gedacht werden, damit die Erde uns und zukünftigen Generationen als Lebensraum erhalten bleibt. Dafür müssen die ökologische, ökonomische und soziale Dimension auf lokaler und globaler Ebene zusammen gedacht werden. Die UN hat sich dazu handlungsleitende Prinzipien überlegt und 17 Nachhaltigkeitsziele erarbeitet. In dem Einführungsworkshop zu unserer Reihe „Global kompetent“ nähern wir uns diesem Thema an und gehen in den Austausch darüber, welche SDGs im Arbeitskontext und auch für andere Lebensbereiche besonders relevant und aktuell sind.

Workshopleitung: Christina Ayazi, Referentin für
Globales Lernen, Bildung und Migration, Berlin

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Donnerstag, 07. Dezember 2023, 10 – 17 Uhr

02. Soziale Ungerechtigkeit: Ein intersektionaler Blick

Herkunft, Geschlecht, die familiäre Prägung, die Sprache, die wir sprechen oder unser Aussehen – das sind alles soziale Merkmale. Wir können sie uns nicht aussuchen. Zwischen unseren Möglichkeiten und Chancen und unseren sozialen Merkmalen gibt es einen strukturellen Zusammenhang. Auf der Arbeit, in der Familie, im Umgang mit Behörden – überall spielt das eine Rolle. Hat unsere soziale Prägung Einfluss auf unser Verhalten? Und was hat das mit Nachhaltigkeit zu tun? Im Workshop wird es darum gehen, die eigene soziale Positionierung zu reflektieren und das Zusammenwirken verschiedener Merkmale zu verstehen. Außerdem wollen wir überlegen, wie Strukturen z.B. im Arbeitsumfeld so verändert werden können, dass sie gerechter und offener für alle werden.

Workshopleitung: Stefanie Lahya Aukongo,
Autorin, Künstlerin und Lern_Raumgestalterin, Berlin

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Donnerstag, 14. Dezember 2023, 10 – 17 Uhr

03. Postkoloniale Perspektiven und Nachhaltigkeit:
Global denken, lokal handeln

Auch wenn es heute keine kolonialisierten Staaten mehr gibt und diese offiziell schon lange als unabhängig gelten, wirken die Folgen dieses kolonialen Abhängigkeits­verhältnisses bis heute fort. Der durch europäische Staaten vorangetriebene Kolonialismus bedeutete für die Menschen in den Ländern des globalen Südens Unterdrückung, Versklavung und für viele auch der Tod. Ein rassistisches Menschenbild und die Idee der Überlegenheit der Weißen sind damit eng verwoben. In diesem Workshop wird vermittelt, wieso es heute wichtig ist, über Kolonialismus zu sprechen, welche Kontinuitäten sich finden lassen und was das mit dem eigenen und dem Alltag anderer Menschen in Berlin und anderswo auf der Welt zu tun hat.

Workshopleitung:  Akinola Famson, Promotor für Globale Solidarität
und Aissatou Binger, Antidiskriminierungsberaterin

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Donnerstag, 18. Januar 2024, 10 – 17 Uhr

04. Klima- und Geschlechtergerechtigkeit zusammengedacht

Der Klimawandel gilt als die Herausforderung unserer Zeit. Lösungsansätze sind häufig geprägt von einem wissenschaftlich-technischem Zugang, dabei geht es um mehr als das: Globale und soziale Ungleichheiten führen dazu, dass Menschen unterschiedlich von den Folgen des Klimawandels betroffen sind. Auch unterscheiden sich die Möglichkeiten, die Menschen haben, sich klimapolitisch zu engagieren. In unserem Workshop wird es insbesondere darum gehen, wie Geschlecht und Geschlechtergerechtigkeit und Klimagerechtigkeit miteinander verwoben sind. Wir wollen gemeinsam reflektieren, wo sich diese Zusammenhänge im eigenen Alltag finden lassen und welche Ideen es für positive Handlungsoptionen es gibt. 

Workshop-Leitung:  Farina Hoffmann, arbeitet u.a. bei Gender CC Berlin

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Donnerstag, 15. Februar 2024, 10 – 17 Uhr

05. Geschlechtiche Vielfalt im Arbeitsleben

Eine Arbeitswelt, die einen offenen und barrierebewussten Umgang mit dem Thema Geschlechtervielfalt praktiziert, kommt nicht nur ihren queeren Mitarbeitenden zugute. Ein respektvolles und inklusives Betriebsklima wirkt sich positiv auf die gesamte Organisation aus, da alle miteinander von diversen Lebensperspektiven profitieren können. Aktives Eintreten für soziale Gerechtigkeit in der eigenen Organisation bedeutet, auch die Bedarfe von Menschen unterschiedlicher Geschlechter und sexueller Orientierungen im Blick zu haben. Die Teilnehmenden dieses Workshops erwerben Kenntnisse zu den unterschiedlichen Lebenslagen von lesbischen, schwulen, bisexuellen, trans* oder intergeschlechtlichen* Menschen. Zudem erhalten sie Gelegenheit, ihre eigene Haltung zu sexueller und geschlechtlicher Vielfalt zu reflektieren und bekommen Impulse, um Ideen (weiter-) zu entwickeln, wie sie queer-inklusive Veränderungsprozesse in ihrem Betrieb anstoßen können.

Workshopleitung: Stephanie Nordt, Referentin für queere Bildung

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Donnerstag, 14. März 2024, 10 – 17 Uhr ONLINE

06. How to „Veränderung“?
Wissen, um Veränderung bewusst zu gestalten

Von heute auf morgen die Klimakrise aufhalten und eine für alle Menschen gerechte Welt schaffen, geht so einfach leider nicht. Doch jede Person hat die Möglichkeit etwas beizutragen zu positiven Veränderungen in der Welt. In dem Seminar wird es um ein psychologisches Modell zur individuellen Verhaltensänderung gehen: Wie kann ich mein Verhalten ändern, was für Hindernisse gibt es dafür und wie kann ich das gelernte Wissen praktisch umsetzen? Es wird auch darum gehen, welche Verhaltensänderungen für den Klimaschutz besonders effektiv sind und wie wichtig das gemeinsame Engagement von Menschen für eine sozial-ökologische Transformation ist.

Workshop-Leitung: Anna von Agris und Eva Junge, Wandelwerk e.V., Aachen

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Donnerstag, 11. April 2024, 10 – 17 Uhr

07. Geht Wirtschaft auch anders? – Gemeinwohl-Ökonomie
als Alternative zur profitorientierten Wirtschaft

Die Gemeinwohl-Bilanz fragt nicht nur nach möglichst hohen Einnahmen oder der Begrenzung von Ausgaben, sondern gibt Aufschluss darüber, wie sozial, ökologisch und demokratisch ein Betrieb wirtschaftet. Diese Form der Bilanzierung hat sämtliche Faktoren im Blick, die ein Unternehmen beitragen kann zu einem besseren Miteinander: die Förderung eines fairen, menschenwürdigen Umgangs mit Mitarbeitenden und deren Mitbestimmungsmöglichkeiten im Betrieb, die Ausrichtung der Beschaffung an sozial-ökologischen Kriterien oder die Beachtung ökologischer Auswirkungen des Unternehmens und die Einberechnung dieser Folgen in die Bilanz. Matthias Kasper und Philip Euteneuer von Humanistic Management Practices stellen das Konzept der Gemeinwohl-Bilanz vor und laden mit viel Praxisbezug und interaktiven Methoden zur Reflexion und Diskussion dieses Ansatzes vor.

Workshop-Leitung: Matthias Kasper, Philip Euteneuer 
Humanistic Management Practices gGmbH, Berlin 

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Montag, 29. April 2024, 10 – 17 Uhr

08. Das Wunder der Sprache?
Gewaltfreie Kommunikation im Umgang mit Konflikten

„Konflikte sind unangenehm“ – dieser Aussage würden wohl viele Menschen zustimmen. Was brauchen wir Menschen, um uns in emotionalen Situationen authentisch ausdrücken zu können und gleichzeitig mit unserem Gegenüber in Verbindung zu bleiben? Gewaltfreie Kommunikation, auch GfK genannt, ist ein Kommunikationsprozess, in dem es darum geht, Beobachtungen wertfrei zu schildern, Gefühle und Bedürfnisse zu benennen und konkrete Bitten zu äußern. Dieser Prozess unterstützt dabei, mit sich und anderen eine empathische Verbindung aufzubauen und sich wertschätzend zu äußern. Neben dem grundsätzlichen Wissen zum Konzept der gewaltfreien Kommunikation wird im Workshop auch die dahinter liegende inneren Haltung vermittelt: Es wird Raum geben für Austausch, (Selbst-)Reflexion und praktische Übungen.

Workshop-Leitung: Andrea Gensel und Ulrike Marte (GfK-Lehrerinnen)

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Donnerstag, 30. Mai 2024, 10 – 17 Uhr

09. Gesundheit für alle: Soziale Faktoren im Blick

Soziale Herkunft und Prägung wirken sich nicht nur entscheidend auf den persönlichen Bildungsweg aus, sondern ebenso auf die gesundheitliche Entwicklung: auf die Ernährung, das Bewegungsverhalten, das präventive Handeln, zur Vorbeugung von Krankheiten, den Umgang mit Krankheiten, Zugang zu medizinischer Versorgung, usw. Aus diesem Grund gilt es, Gesundheitsbildung und barrierearme Zugänge zu Gesundheits­versorgung zu stärken.
Im Workshop soll es um unsere Ideen von Gesundheit und Krankheit gehen und welchen Einfluss soziale Faktoren auf die Gesundheit von Menschen haben. Am Nachmittag werden wir uns auch mit der Frage beschäftigen, welche Veränderungen die Teilnehmer*innen sich diesbezüglich im eigenen Arbeitsalltag wünschen.

Workshop-Leitung:  Laurette Rasch, , promoviert u.a. an der
Katholischen Hochschule für Sozialwesen Berlin

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Donnerstag, 20. Juni 2024, 10 – 13 Uhr

10. Das Konzept des ökologischen Handabdrucks

Zunehmendes Wissen über die Klimakrise oder globale Ungleichheiten führt häufig nicht zu nachhaltigerem Verhalten. Ein Grund dafür ist die Annahme, alleine und durch individuelle Verhaltensänderungen kaum etwas ausrichten zu können. Ein anderer Grund ist, dass sozial und ökologisch verantwortliches Verhalten in unserer Gesellschaft fast immer die aufwändigere, teurere oder weniger naheliegende Option ist. Strukturelle und politische Rahmenbedingungen müssen mit einbezogen werden. Während der ökologische „Fußabdruck“ auf das individuelle Verhalten fokussiert (bspw. CO2-Verbrauch), setzt der „Handabdruck“ an den strukturellen und politischen Rahmenbedingungen an und ermutigt, wie man*frau durch politisches Engagement Veränderungen mit anstoßen kann. 

Workshop-Leitung: Dr. Katja Thiele, Referentin Bildung für nachhaltige Entwicklung,
Germanwatch e.V. Bonn.

Die Teilnahme an der Veranstaltung kostet 10,- €
Anmeldung per E-Mail: anmeldung@ibas.berlin

 

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