SEMINAR

„Ich bin nicht rechts, sondern benachteiligt!“
Rechtsaffinität und Radikalisierung - Prävention und Intervention
in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen

für Fachkräfte aus Bildung, Geflüchteten-Arbeit, Jugendhilfe, Jugendarbeit, Soziales, Ämtern, Projekten, (Sozial-) Pädagog*innen, Multiplikator*innen, Mitarbeitende und Ehrenamtliche in Organisationen, Behörden, Vereinen u. dgl.

Veranstaltungs-Nr.: 2021/05/01
Termin: Do, 20. Mai 2021, 13.00 – 18.00 Uhr und Fr, 21. Mai 2021, 9.00 – 15.00 Uhr

Wenn junge Menschen rechte Gedanken äußern, sich radikalisieren und andere Menschen z.B. aufgrund ihrer Herkunft, ihrer Sexualität oder ihres Geschlechts abwerten (oder bedro-hen), ist dies für Akteur*innen aus Jugendarbeit, Familienhilfe, stationären Jugendeinrichtun-gen oder Ehrenamt eine Herausforderung. Versuche, problematisches Verhalten zu themati-sieren, stoßen schnell auf Desinteresse oder führen zu weiterer Eskalation. Es ist eine Her-ausforderung, klar aufzuzeigen, dass diese Aussagen oder Handlungen inakzeptabel sind und zugleich junge Menschen nicht vor den Kopf zu stoßen.

Um auf derartige Situationen vorzubereiten, möchten wir mit diesem Seminar einen hand-lungssicheren Umgang unterstützen, der eine Chance auf Reflexion und einen Ausstieg aus der Radikalisierung für Jugendliche möglich macht.

Ronny Mellmann und Malte Pannemann sind Trainer für Gewaltprävention und Deradikalisie-rung und arbeiten für »Distanz – Distanzierungsarbeit, jugendkulturelle Bildung und Beratung – e.V.«. Beide bringen dabei umfangreiche Erfahrungen in der Arbeit mit rechtsaffinen und -orientierten Jugendlichen mit.

Während des Seminars möchten wir zunächst kurz bei uns selbst ansetzen. Im Austausch möchten wir erfahren, welche Stufen von „Rechts“ wir im Arbeitsrahmen, im Ehrenamt oder auch privat erleben. Dabei wird aufgezeigt werden, wie wir uns darin üben können, über-schrittene Grenzen einzuordnen und zwischen Provokation, Austesten, etc. bis hin zu bereits fest im rechten Milieu verankerten Handlungen zu differenzieren. Hierbei gehen wir der Fra-ge nach, wie wir im Arbeitsalltag unsere Argumentationsfähigkeit gegen rechte Parolen trai-nieren können? Der Fokus des Seminars wird dann auf der Vermittlung von Methoden der Sekundärprävention liegen. Die Sekundärprävention richtet sich in diesem Kontext an rechtsextrem gefährdete Jugendliche, die bereits durch menschenverachtende Äußerungen, Handlungen und/oder Straftaten aufgefallen sind. Hierfür erhalten wir unter anderem Einblick in die narrative Gesprächsführung: Wie kommen wir hierdurch mit entsprechenden Jugendli-chen ins Gespräch? Wie können wir anhand von biografischer Arbeit Ansatzpunkte finden? Wie kann mit Jugendlichen weitergearbeitet werden, wenn Argumente nicht weiterhelfen?

 

Methoden: Inputs, Kleingruppenarbeit, Interaktive Gruppendialoge, Übungen und Fragen

Gruppe: mind. 6 bis max. 14 Personen

Seminarleitung: Ronny Mellmann und Malte Pannemann,
Trainer für Gewaltprävention und Deradikalisierung bei Distanz e.V.
web: www.distanz.info

Veranstaltungsort: Kompetenzzentrum IBAS
Aufbau Haus am Moritzplatz
Prinzenstraße 84 (Aufgang 1)
10969 Berlin

Kosten: 15,- € für 2 Tage inkl. Getränke, Gebäck, Obst

Anmeldeschluss: 10. November 2020

 

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