SEMINARREIHE

Keine Chance für Gewalt und Diskriminierung

Viele Mitarbeitende, Berater*innen, Pädagog*innen usw. sowohl deutscher Herkunft als auch mit eigenem Flucht- und Migrationshintergrund arbeiten inzwischen in der Co-Beratung und -Begleitung und in der Bildung mit und für Geflüchtete und Menschen mit Migrationshintergrund. Dafür sollen sie geschult werden, um Konflikte, Rassismus, Diskriminierung und (auch verbale) Gewalt gut erkennen zu können und angemessen, gewaltfrei, wertschätzend und entwaffnend damit umgehen zu können.

Moderation der Reihe: Antonia Sieler und Thomas Fertig,
Kompetenzzentrum IBAS, AspE e. V. 

 

Gefördert von: 

 

Dienstag, 23. und Freitag, 26. November 2021, jeweils 9.00 – 12.00 Uhr
(zusammenhängende Termine)
Online-Seminar

Was tun bei sexueller und sexualisierter Gewalt im beruflichen Kontext?

Referentin: Magdalena Heinzl, Sozialarbeiterin, Sexual-, Trauma & Theaterpädagogin www.sexologisch.com, Wien

Eine von vielen Gewaltformen, die uns alle betroffen macht und gleichzeitig viel zu oft in unserer Gesellschaft vorkommt. Sexualisierte Gewalt. Aber wo fängt sie an? Bei Gesten oder Tönen? Bei sexistischen Bemerkungen? Bei ungewolltem Körperkontakt? Wie kann Präventionsarbeit in der sozialen Arbeit, im Ehrenamt, in der Bildungs- und Beratungsarbeit u. dgl. aussehen und wie finden wir eine gemeinsame Sprache für Sexualität?
Klar ist, dass viele Menschen diese Grenzen für sich unterschiedlich definieren. Mit vielen praktischen Übungen und Beispielen aus dem Alltag werden wir uns an das Thema annähern, unsere eigene Haltung dazu beleuchten und mögliche Lösungen für den professionellen Alltag erarbeiten. Offene Fragen, Diskussionen und Austausch sind mehr als willkommen.
Das Seminar ist kostenlos. Es findet statt im Rahmen der Multiplikator*innen-Schulung »Gegen Diskriminierung und Gewalt«, gefördert vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF).
Zur Anmeldung bitte einfach eine kurze E-Mail mit Namen und Arbeitgeber an anmeldung@ibas.berlinDer Zoom-link zum Seminar wird mit der Anmeldebestätigung verschickt.

 

Mittwoch, 01. Dezember 2021, 10.00 – 17.00 Uhr
Präsenz-Seminar im Kompetenzzentrum IBAS

Wie intervenieren bei rechtsextrem orientierten Menschen?

für Mitarbeitende in Bildung, Geflüchteten-Arbeit, Jugendhilfe, Jugendarbeit, Soziales, Ämtern, Projekten, (Sozial-) Pädagog*innen, Multiplikator*innen, Mitarbeitende und Ehrenamtliche in Organisationen, Behörden, Vereinen u. dgl. 

Seminarleitung: Malte Pannemann, Trainer für Gewaltprävention und Deradikalisierung bei Distanz e.V  

Wenn junge Menschen rechte Gedanken äußern, sich radikalisieren und andere Menschen z. B. aufgrund ihrer Herkunft, ihrer Sexualität oder ihres Geschlechts abwerten (oder bedrohen), ist dies für Akteur*innen aus Jugendarbeit, Familienhilfe, stationären Jugendeinrichtungen oder Ehrenamt eine Herausforderung. Versuche, problematisches Verhalten zu thematisieren, stoßen schnell auf Desinteresse oder führen zu weiterer Eskalation. Es ist eine Herausforderung, klar aufzuzeigen, dass diese Aussagen oder Handlungen inakzeptabel sind und zugleich junge Menschen nicht vor den Kopf zu stoßen.
Um auf derartige Situationen vorzubereiten, möchten wir mit diesem Seminar einen handlungssicheren Umgang unterstützen, der eine Chance auf Reflexion und einen Ausstieg aus der Radikalisierung für Jugendliche möglich macht.
Ronny Mellmann und Malte Pannemann sind Trainer für Gewaltprävention und Deradikalisierung und arbeiten für »Distanz – Distanzierungsarbeit, jugendkulturelle Bildung und Beratung – e.V.«. Beide bringen dabei umfangreiche Erfahrungen in der Arbeit mit rechtsaffinen und -orientierten Jugendlichen mit.
Während des Seminars möchten wir zunächst kurz bei uns selbst ansetzen. Im Austausch möchten wir erfahren, welche Stufen von „Rechts“ wir im Arbeitsrahmen, im Ehrenamt oder auch privat erleben. Dabei wird aufgezeigt werden, wie wir uns darin üben können, überschrittene Grenzen einzuordnen und zwischen Provokation, Austesten, etc. bis hin zu bereits fest im rechten Milieu verankerten Handlungen zu differenzieren. Hierbei gehen wir der Frage nach, wie wir im Arbeitsalltag unsere Argumentationsfähigkeit gegen rechte Parolen trainieren können? Der Fokus des Seminars wird dann auf der Vermittlung von Methoden der Sekundärprävention liegen. Die Sekundärprävention richtet sich in diesem Kontext an rechtsextrem gefährdete Jugendliche, die bereits durch menschenverachtende Äußerungen, Handlungen und/oder Straftaten aufgefallen sind. Hierfür erhalten wir unter anderem Einblick in die narrative Gesprächsführung: Wie kommen wir hierdurch mit entsprechenden Jugendli­chen ins Gespräch? Wie können wir anhand von biografischer Arbeit Ansatzpunkte finden? Wie kann mit Jugendlichen weitergearbeitet werden, wenn Argumente nicht weiterhelfen?
Das Seminar ist kostenlos. Es findet statt im Rahmen der Multiplikator*innen-Schulung »Gegen Diskriminierung und Gewalt«, gefördert vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF)
Zur Anmeldung bitte einfach eine kurze E-Mail mit Namen und Arbeitgeber an anmeldung@ibas.berlin

 

Mittwoch, 08. Dezember 2021, 10.00 – 17.00 Uhr
Präsenz-Seminar im Kompetenzzentrum IBAS

Traumata in der transkulturellen sozialen Arbeit

Seminarleitung: Nazila Karimy, Sozialarbeiter*in und Mediator*in in der Lesben­beratung, der Familienhilfe und Vorstand bei Gladt e.V

Was bedeutet Trauma? Was haben Traumata gemeinsam und wie unterscheiden sie sich? Unter welchen Symptomen leiden traumatisierte Menschen? Und welche Besonderheiten haben Traumata im Jugendalter? Wie können posttraumatische Belastungen erkannt und von Niedergeschlagenheit und Depression und Aggression unterschieden werden? Welche Herausforderungen erlebt man in der Arbeit mit traumatisierten Menschen?
Viele Menschen mit persönlicher Migrations- und/oder Fluchterfahrungen haben häufig extrem belastende Situationen erlebt. Hohe Anforderungen und Perspektivlosigkeit können diese Symptome verstärken und zu konfliktträchtigem, aggressivem Verhalten führen.
Während des Seminars werden die Teilnehmenden praktische traumapädagogische Konzepte kennenlernen. Traumapädagogische Konzepte helfen z. B. Ressourcen und hilfreiche Beziehungskonstellationen zu erkennen und zu stärken und Menschen dabei zu unterstützen, ihre eigene Handlungsfähigkeit wiederzugewinnen. Dabei wird das Seminar einen besonderen Fokus auf die Schnittstelle zwischen (Re)trauma(tisierung) und Diskriminierungserfahrungen sensibilisieren.
Das Seminar ist kostenlos. Es findet statt im Rahmen der Multiplikator*innen-Schulung »Gegen Diskriminierung und Gewalt«, gefördert vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF)
Zur Anmeldung bitte einfach eine kurze E-Mail mit Namen und Arbeitgeber an anmeldung@ibas.berlin

 

Mittwoch, 09. Februar 2022, 10.00 – 17.00 Uhr
Präsenz-Seminar im Kompetenzzentrum IBAS

Einführung in die intersektionale Pädagogik

Referent*innen: Tugba Tanyilmaz und Ed Greve von I-päd Berlin

Leitidee: I-PÄD erarbeitet gemeinsam mit den Teilnehmenden in einem Workshop mögliche Handlungsoptionen anhand tatsächlich erlebter Beispiele aus der sozialen Praxis, ressourcen- und bedarfsorientiert im Hinblick auf jeden einzelnen Bereich. Pädagogische Fachkräfte werden für eine intersektionale Betrachtungsweise sensibilisiert, um Erfahrungen von Ausschlüssen, Unsichtbarmachungen und Abwertungen in der pädagogischen Arbeit zu erkennen und ihnen entgegenwirken zu können.
Themen:
- Diskriminierung
- Intersektionalität
- Machtkritische Erziehung, Bildung, Beratung
Methoden:
- Selbstreflexion
- Positionierungsübungen
- Austausch
Lernziele:
- Sensibilisierung zu Mehrfachdiskriminierung
- Sensibilisierung zu Macht im pädagogischen Kontext
- Selbstreflexion
Literatur: www.i-paed-berlin.de/de/Downloads/
Das Seminar ist kostenlos. Es findet statt im Rahmen der Multiplikator*innen-Schulung »Gegen Diskriminierung und Gewalt«, gefördert vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF)
Zur Anmeldung bitte einfach eine kurze E-Mail mit Namen und Arbeitgeber an anmeldung@ibas.berlin

 

Mittwoch, 16. Februar 2022, 10.00 – 17.00 Uhr
und Donnerstag, 17. Februar 2022, 10.00 – 13.30 Uhr
Präsenz-Seminar im Kompetenzzentrum IBAS

Vielfalt braucht Konflikte

Referent*innen: Nadja Zeschmann, BA International Cultural and Business Studies / Kulturwirtschaft, Mediatorin und Trainerin Mindful Leadership, Konfliktmanagement und Interkulturelle Verständigung

Konflikte in einer vielfältigen, unterschiedlichen Gesellschaft oder Gruppe sind unvermeidbar. Gute Konfliktbewältigung kann ein Motor für den Umgang mit Vielfalt sein. Im Seminar reflektieren wir unser eigenes Konfliktverhalten und lernen, lösungsorientierter mit Konflikten umzugehen. Dabei schauen wir auch besonders auf den Alltag von Menschen mit Fluchtgeschichte in Berlin und deren Erfahrungen mit Konflikten, Diskriminierung und ihrem Umgang damit.
Empowerment und Selbstvertretung können hilfreiche Ziele sein, um zufrieden, selbstbewusst und gut integriert in Deutschland leben zu können. Dazu gehört auch, "empowsichert" und stark mit Konflikten umzugehen.
Im Seminar sind auch „sich selbst vertretende“ Menschen mit früherer Flucht- und Migrationsgeschichte als Co-Referent*innen zu Gast.
Das Seminar ist kostenlos. Es findet statt im Rahmen der Multiplikator*innen-Schulung »Gegen Diskriminierung und Gewalt«, gefördert vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF)
Zur Anmeldung bitte einfach eine kurze E-Mail mit Namen und Arbeitgeber an anmeldung@ibas.berlin

 

Mittwoch, 6. und Donnerstag, 7. April 2022, jeweils 9.00 – 13.00 Uhr
Online-Seminar

Den Anfang früh genug erkennen:
Extremismus und Fundamentalismus in der sozialen Arbeit – Argumentation, Dialog und neue Sichtweisen eröffnen  

2 halbe Online-Schulungstage 

Referent: Andy Abbas Schulz, Bildungsreferent der PREVENT Beratungsstelle Berlin des Violence Prevention Network 

Wie können wir in der Arbeit mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen früh genug und differenziert bereits Ansätze von Extremismus und Fundamentalismus erkennen? Wie können wir angemessen auf extremistische Argumentationsweisen reagieren und neue Sichtweisen eröffnen?
Dieses zweiteilige Online-Seminar hat das Ziel, zum einen Sensibilität für Erkennungs­merkmale extremistischer Äußerungen zu schaffen sowie die damit verknüpften Lebens­situationen, Interessen und Bedürfnisse besser einordnen und verstehen zu können. Zum anderen wird es darum gehen, welche Bedeutung die Reflektion eigener Erfahrungen und Einstellungen hat, um Dialoge herzustellen und neue Sichtweisen zu ermöglichen. Zentrales Anliegen dieses Seminar ist es, das erlernte Wissen in der eigenen Praxis zu nutzen.
Das Seminar ist kostenlos. Es findet statt im Rahmen der Multiplikator*innen-Schulung »Gegen Diskriminierung und Gewalt«, gefördert vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF).
Zur Anmeldung bitte einfach eine kurze E-Mail mit Namen und Arbeitgeber an anmeldung@ibas.berlinDer Zoom-link zum Seminar wird mit der Anmeldebestätigung verschickt.

 

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